Im Test: Neewer Foto Studio 176 LED

Heute will ich euch mein Lieblings-Foto/Videolicht vorstellen: Das Neewer Foto Studio 176 LED, das es schon für ca. 25 Euro im Handel gibt (bzw. auch von ESDDI etwas teurer im Set mit Akku, Ladegerät und noch mehr Filtern). Bei Fotos und Videos wird oft auf die richtige Beleuchtung vergessen, dadurch steigt der ISO-Wert und die Bilder werden unscharf. Das Licht mag ich, weil ich es überall hin mitnehmen kann. Lest im folgenden meinen Produkttest oder schaut die Videos.

Längeres Video+Tutorial in Englisch:

Kurzes Video auf Deutsch:

LED-Licht vs. Blitz

LED-Lichter bieten eine hohe Leuchtkraft bei wenig Stromverbrauch. Für Videos ist ein Dauerlicht sowieso ein Muss, für Fotos kann ein Blitz besser sein. Ein starkes Dauerlicht kann Personen blenden. Andererseits kann man schon im Sucher der Kamera sehen, wie der Schatten fällt und das Bild aussehen wird, das geht mit einem Blitz nicht. Deswegen werden LED-Lichter zunehmend auch im Foto-Bereich eingesetzt. Es kann aber natürlich nie die Helligkeit eines guten Blitzes erreichen.

Hier habe ich das Licht in der Dachstein-Höhle verwendet. Ohne dem Licht hätte ich niemals diese Qualität erreicht (bitte zu 1 Minute 33 Sekunden vorspulen):

Für ein Foto habe ich das Licht auf Burg Grimmenstein verwendet:

Ich hatte das Licht auf 50%, um die Personen nicht zu blenden. Dadurch ist der ISO-Wert auf 5000 (bei F4) gestiegen. Vielleicht hätte ich 100% nehmen sollen. Ohne Licht wäre dieses Foto sehr schlecht geworden.

LED-Lichter haben gegenüber älteren Energiesparlampen, wie sie bei billigen Foto-Studio-Sets verwendet werden den Vorteil, dass man sie dimmen kann, sie nicht so leicht zerbrechen und sie nicht flimmern. Deswegen muss man bei Videos die Bildwiederholfrequenz nicht der Stromfrequenz anpassen, also man muss nicht mit 25 oder 50 Frames filmen (PAL), sondern kann auch 24, 30 oder 60 Frames verwenden (NTSC).

Farbtemperatur

Es gibt LED-Lichter mit verschiedenen Farbtemperaturen. Wenn man auch andere warme Lichtquellen (“Tungsten”) verwendet, bieten sich zweifarbige LED-Lichter an. Bei denen sind die Hälfte der Perlen warmweiß (3200K), die andere Hälfte kaltweiß (5600K/Tageslicht), so kann man die Farbe an die Innenraumbeleuchtung (Tungsten) anpassen. Das kann etwa bei Hochzeiten sinnvoll sein, wenn man sein Licht der herrschenden Beleuchtung anpassen muss. Ich habe mich für Tageslichtlampen entschieden (5600K), da ich die Beleuchtung 100% für meine Zwecke kontrollieren kann bzw. habe ich eine höhere Lichtausbeute, wenn alle Perlen dieselbe Farbe haben. Es gibt auch noch RGB Lichter, wo man Rot, Grün und Blau getrennt einstellen kann. Stattdessen Farbfolien zu verwenden ist aber definitiv billiger.

Spezifikation

Das LED-Licht verfügt über 176 LEDs, d.h. 11 Reihen mit je 16 LEDs.

Das ist etwas mehr als das (ältere) 160 LED Licht von Neewer. Kann letzteres noch mit AA-Batterien und den Sony NP-F-Akkus betrieben werden, kann das 176 LED Licht nur mit den NP-F-Akkus betrieben werden. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, da es deswegen schmäler ist, die NP-F-Akkus als Nachbauten relativ günstig zu haben sind und auch in anderen Geräten wie Feldmonitoren oder anderen LED-Leuchten eingesetzt werden können. Hier habe ich die kleinste Version dieses Akkus montiert (NP-F550):

Drückt man das Drehrad auf der Rückseite, kann man sehen, wie viel Saft noch im Akku ist, vermute ich jedenfalls. Das funktioniert allerdings nicht verlässlich. Drückt man das Drehrad lange, schaltet man das Licht ein. Durch drehen kann man die Stärke justieren. Das Licht kann auch mit einem Netzadapter betrieben werden. Auf der Unterseite kann ein Stativ angeschraubt werden.

Lieferumfang

Im Lieferumfang ist ein Adapter enthalten, mit dem man das Licht an den Blitzschuh der Kamera montieren kann. Er hat ebenfalls ein Gewinde, mit dem man ihn auf ein Stativ montieren kann. Damit kann das Licht auch im Winkel verändert werden.

Ebenfalls im Lieferumfang sind zwei Transparentfilter enthalten. Sie machen das Licht etwas weicher bzw. verändert der orange Filter die Farbe des Lichtes, wenn man das Licht etwa mit anderen warmen Lichtquellen mischen will. Ich lasse den weißen Filter immer oben, um die LEDs zu schützen.

Bewertung

Ich mag dieses Licht sehr, da ich es überall hin mitnehmen kann. Andererseits muss man sich klar darüber sein, dass so eine kleine Lichtquelle relativ harte Schatten produziert. Deswegen ist es wichtig, sie möglichst Nahe beim Motiv zu positionieren. Das Licht ist jedenfalls für seine Größe unglaublich stark.

Ich verwende es unterwegs oder zuhause/im Studio, wenn ich Makroaufnahmen mache. Oder als Haarlicht, d.h. ich positioniere es hinter die Personen, um die Konturen (Haare, Schultern) zu betonen und vom Hintergrund abzuheben. Ein großes Licht kann es im Studio natürlich nicht ersetzen. Ich habe verschiedene Farbfolien, mit denen ich das Licht färben kann.

Ein kleiner Nachteil ist vielleicht, dass es für die 160 LED Variante mehr Zubehör (wie etwa genau passende Farbfilter) gibt, da es dieses Licht schon länger gibt. Es schaltet sich in der Tasche oft von selbt ein, deswegen entferne ich den Akku immer. Sonst kann ich eigentlich gar nichts schlechtes über dieses unglaublich preiswerte Licht sagen und es nur wärmstens empfehlen.

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One Reply to “Im Test: Neewer Foto Studio 176 LED”

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