Öffi-Wanderung von Kritzendorf zur Tempelbergwarte, Waldhof, Lourdes-Grotte und Museum Gugging

Der Startpunkt dieser Wanderung ist sehr leicht von Wien aus zu erreichen und die Vielzahl an interessanten Punkten macht sie sehr abwechslungsreich. Sie ist abseits der üblichen Wien-Wanderwege und deswegen nicht so überlaufen. Ich wollte auch das Museum in Gugging besuchen. Früher war dort eine “Irrenanstalt” und die “verrückten” haben eine einzigartige Kunst geschaffen. Jetzt ist dort das IST (Insitute of Sciene and Technolgy).

Über den Standort des IST gab sehr viel Diskussion, weil es so abgelegen ist. Auch eine Verbindung zwischen den “verrückten” von der “Irrenanstalt” und verrückten Wissenschaftlern lässt sich nicht ganz abstreiten. Unter der Woche gibt es einen scheinbar kostenlosen Bus von Heiligenstadt zum IST, leider nicht am Wochenende!

Die Wanderung ist auf Webseiten wie Outdooractive usw. zu finden, allerdings habe ich sie abgeändert, um auch die Lourdes-Grotte und das Museum in Gugging besuchen zu können. Hier seht ihr unsere Route:

Die Route hat eine gewisse Länge (ca. 20 km), darauf sollte man achten und früh genug starten. Gleich am Beginn gilt es einen steileren Anstieg zu überwinden und dann am Schluss noch einen kurzen nach der Redlingerhütte, das war es aber mit den Schwierigkeiten.

GPS-Download: hier klicken

Ich hatte die Wanderung auf Facebook und Meetup ausgeschrieben, zum Glück waren wir dann 7 Leute und damit sehr lustig. Leider war es am 1.11.2019 (Allerheiligen) windig und daher nicht so ideal zum draußen sitzen.

Station 1: Obelisk

Nach einem mittellangen Anstieg wurde der Weg schnell immer flacher und es war sehr angenehm zu gehen.

Lichtung am Beginn der Wanderung
am Anfang etwas steil

Herbststimmung
Abzweigung zum Obelisk

Der Obelisk ist ein idealer Rastplatz. Leider war es zu windig und wir haben uns eher im inneren des Obelisken aufgehalten.

Angeblich war der Obelisk ein Übungsprojekt für den berühmten Kletterer Arthur Kubista im Schwierigkeitsgrad 8 nach der UIAA-Skala (falls man bis nach oben klettert).

Station 2: Tempelbergwarte

Die Tempelbergwarte war nur ein kleiner Abstecher von unserer Hauptroute entfernt. Von dort kann man wenn man will bereits nach Greifenstein absteigen und in die Schnellbahn einsteigen, dann verkürzt sich der Weg entsprechend.

Von der Warte gibt es einen herrlichen Ausblick in alle Richtungen, v.a. auf die Donau und die private Burg Greifenstein.

Angeblich schließt die Warte bereits am 31. Oktober, zum Glück für uns war sie noch am 1. November geöffnet!

Ausblick Richtung Burg Greifenstein von der Tempelbergwarte

Station 3: Lourdes-Grotte

Die Lourdes-Grotte haben wir zu Mittag erreicht (wir sind um ca. 9 Uhr losgegangen). Sie ist ein heiliger Ort und Besucher erhoffen sich von der Grotte und dem Wasser eine heilende Wirkung.

Als Wanderer sollte man sich dort entsprechend rücksichtsvoll verhalten.

 

auftanken mit Heilwasser bei der Grotte

Die Lourdes-Grotte
Bitten für die Kranken

Station 4: Der Waldhof

Der Waldhof befindet sich sehr Nahe bei der Lourdes-Grotte. Im Sommer gibt es auch direkt bei der Grotte einen Imbiss. Wenn man wie wir an einem Feiertag zum Waldhof geht, sollte man reserviert haben.

Wer nicht reserviert hat, muss draußen sitzen (im Spätherbst “Selbstbedienung”)

Station 5: Museum Gugging

Um zum Museum Gugging zu gelangen sind wir dann zurück Richtung Grotte gegangen aber vorher rechts abgebogen und dem Weg am Rand eines Hügels gefolgt. Dadurch haben wir uns die Straße erspart und noch ein paar zusätzliche Höhenmeter gemacht. Man kommt dann von der Seite zum Museum.

Das Museum ist sehr empfehlenswert, es gab eine Sonderausstellung “Vor der Art Brut” (nicht so mein Fall) und eine Dauer-Ausstellung “brainfeeling”.

gehirngefühl
erinnerte uns manchmal an Kinderzeichnungen
der Raum wurde ganz von einem Künstler gestaltet!
erinnert mich an einen Gebets-Schrein
Sigmund Freud
unglaublich detailliert

Geht man weiter nach hinten zum Tennisplatz, kommt man zum Haus der Künstler, das man gerne von außen bewundern darf. Das war sowieso die Richtung, in die wir weitergehen wollten.

Haus der Künstler in Gugging

Station 6: Redlingerhütte

Der Weg geht im Graben hinter dem Museum weiter und bald gelangt man zur Redlingerhütte, die auch eine hervorragende Küche zu bieten hat.

wunderschöne Redlingerhütte
tolle Farben

Da wir aber so lange beim Waldhof (1 Stunde) und im Museum (mehr als 1 Stunde) verbracht hatten, mussten wir uns sputen, damit wir zurück waren bevor es dunkel wurde.

Station 7: Buschenschank Flexleitenhof

Nach der Redlingerhütte geht der Weg wieder nach oben, das ist eigentlich der 2. Anstieg nach dem größeren Anstieg am Anfang. Am Weg gibt es noch einen Buschenschank, aber wir haben den gar nicht gesehen bzw. aufgesucht. Pünktlich um 17 Uhr sind wir nach Kritzendorf zurückgekommen (genau dann wird es Anfang November auch dunkel).

größte Steigung am Anfang
ca. 20 km und 5 Stunden reine Gehzeit (diese Statistik ist inkl. Museum!)

Fazit

Ich kann diese Wanderung vorbehaltlos empfehlen. Ich kann mich an keine Wanderung im Wiener Raum erinnern, die derart abwechslungsreich ist.

Für das Museum Gugging muss man etwas Kunstinteresse und Zeit mitbringen. Allerdings kann man auch dort eine Suppe essen und etwas trinken.

Im nachhinein wäre das vielleicht für uns besser gewesen, weil so hätten die einen ins Museum und die anderen auf eine Suppe gehen können. So haben wir einfach zwei Gruppen gebildet, die einen sind im Museum geblieben und die anderen bereits weitergegangen.

Mitbringsel von Museum Gugging, Magnet “der Mensch” von Horacek

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